Den Körper erzählen lassen. Mit Clean Language die Alexander-Arbeit in die Tiefe erweitern.
Seminar für Lehrende und Auszubildende in der Alexander-Technik
vom 12.-14. März 2027 in Dorsten auf dem Tüshaus-Hof
Über den Workshop
Die Alexander-Technik bietet eine reichhaltige Herangehensweise um Spannung zu lösen, Muster zu verändern und neue Bewegungs- und Entscheidungs-freiheit zu ermöglichen. Und doch gibt es Momente, in denen Inhibition und Direktiven scheinbar nicht wirken – in denen eine unterschwellige Spannung bleibt, mehr Raum und Freiheit scheinen nicht zugänglich.
Vielleicht kennst du das: Eine Klient:in liegt auf dem Tisch, deine Einladung loszulassen wirkt, der Tonus gibt nach – und doch merkst du, dass der Körper an etwas fest hält. Die Klient:in denkt die Direktiven aktiv mit und dennoch scheint etwas blockiert. Hier kann eine Art von Anspannung zu Grunde liegen, die tiefer sitzt. Zu der das bewusste Denken – und somit auch Inhibition und Direktiven- keinen Zugang hat.
Dieses Festhalten ist auch für meine Klient:innen meist nicht in Worte zu fassen. Es ist möglich, dass es seine Ursache in einer traumatischen Erfahrung oder in einem anderen unbewussten Erlebnis hat. Das Schöne ist, dass der Körper ein eigenes Wissen darüber trägt, was er braucht, um damit in Kontakt zu kommen und zu lösen, was noch festhält.
Clean Language bietet konkrete Fragen, die dabei begleiten, diese Körperweisheit zu nutzen. So dass Klient:innen forschen können und ihren Körper erzählen lassen können. Die Methode stammt aus der Traumatherapie und lässt sich wunderbar mit der Alexander-Arbeit verbinden – als eine einzige Frage neben der Hands-on-Arbeit oder als kurze Sequenz, die einen neuen Raum öffnet.
Was Clean Language dabei mit der Alexander-Technik verbindet, ist eine gemeinsame Grundhaltung: So wie die Begegnung in der Alexander-Technik keine invasive Veränderung verlangt sondern vielmehr ein klares Angebot ist für mehr Raum und Aufrichtung, das der Körper annehmen kann oder nicht – so sind auch die Clean-Language-Fragen eine Einladung. Sie öffnen den Raum, für das, was sich zeigen und benannt werden möchte. Sie bieten eine leichte Führung um weiter zu forschen und den Körper mehr erzählen zu lassen.
Praktizierende hören zu, ohne zu interpretieren, ohne zu bewerten, ohne die Erfahrung der Klient:innen umzudeuten. Dieses exquisite Zuhören schafft eine Atmosphäre, in der sich Klient:innen wirklich gehört fühlen – und tiefer eintauchen können, als es eine normale Unterhaltung erlauben würde.
Dies führt häufig dazu, dass Klient:innen entdecken können, was auf körperlicher Ebene hinter der Spannung liegt. Hier geht es nicht darum, die auslösende Erfahrung zu analysieren. Das ist nicht erforderlich. Es geht darum, dass sich zeigen darf, welche Berührung, welche Worte, welche Bewegung dem Körper helfen, loszulassen. Genau dieser Prozess ermöglicht im Weiteren, dass Inhibition und Direktiven noch besser wirken können.
Für mich war Clean Language das fehlende Puzzlestück das genau dort ansetzt, wo meine Alexander-Arbeit im psychosomatischen Bereich an ihre Grenzen gestoßen ist. Mir geben die Clean-Language Fragen große Sicherheit, mit Klient:innen auch emotional sensiblen Themen zu begegnen und dem mit Klarheit einen sicheren Raum anzubieten.
Nach dieser mehrtägigen Fortbildung hast du ein leicht anwendbares Werkzeug in der Hand: konkrete Clean-Fragen, die du unmittelbar in deine Alexander-Arbeit integrieren kannst. Du wirst die Funktion und Anwendung von Clean Language und exquisitem Zuhören praxisnah kennenlernen und erfahren.
Wir werden die folgenden Aspekte betrachten:
- Clean Language und Verbindung mit ganzheitlicher Körperarbeit
- Clean Language Basis Fragen & exquisites Zuhören
- Clean Language Fragen um Veränderung einzuladen und zu begleiten
- Clean Touch – wie geht Berührung in der Qualität von Clean Language
- Clean Language und Clean Touch in Kombination mit Alexander-Arbeit
Zu jedem Aspekt gibt die Gelegenheit direkt in der Anwendung zu lernen und zu üben und die Wirkung durch eigene Erfahrung zu erleben.
Kursleiterin: Johanna Miller www.johannamiller.de
Johanna Miller: „Als Bauingenieurin bin ich der Alexander-Technik anfänglich besonders über das Zusammenspiel zwischen Schwerkraft, Muskeltonus und Körperhaltung begegnet. Mittlerweile hat sich meine Arbeit erweitert, um Klient:innen achtsam und ganzheitlich auch auf psychoemotionaler Ebene zu begegnen. Ich nutze Clean Language, um meine Arbeit traumasensibel zu gestalten, und verstehe mich dabei als Raumhalterin für persönliches Wachstum – in Kooperation mit dem Körper und dem ganzen Selbst.“
Allgemeine Informationen
Wo und Wann?
Tüshaushof Dorsten
Weseler Straße 433
46286 Dorsten
Freitag, 12. März 2027
19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
(18 Uhr Ankommen)
Samstag, 13. März 2027
10:00 Uhr bis 18:30 Uhr (2 Std. Pause)
Sonntag, 14. März 2027
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr (1,5 Std.Pause)
Beitrag
Early Bird until 15.01.2027: 190 €
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Mit dieser Teilnahme Mitglied werden: 250 €
Early Bird until 15.01.2027: 220 €
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Nicht-Mitglieder: 290 €
Early Bird until 15.01.2027: 260 €
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Ermäßigung auf Anfrage